Sein „Take Five“ wird niemals verklingen

Kultur / 05.12.2012 • 21:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Jazz-Pianist Dave Brubeck: „Schubladen langweilen mich.“ Foto: AP
Jazz-Pianist Dave Brubeck: „Schubladen langweilen mich.“ Foto: AP

Der legendäre Jazz-­Pianist Dave Brubeck ist 92-jährig gestorben.

New York. Der Musiker starb am Mittwochmorgen nach einem Herzversagen im Spital von Norwalk im Bundesstaat Connecticut.

Der 1920 in Kalifornien geborene Brubeck galt als einer der besten amerikanischen Jazz-Musiker aller Zeiten. Bis ins hohe Alter war er mit verschiedenen Formationen aufgetreten. Er kombinierte Jazz mit musikalischen Einflüssen aus aller Welt und machte die bis dahin hauptsächlich in Untergrund-Bars gespielte Improvisationsmusik salonfähig. Der experimentierfreudige Pianist stand an der Spitze des Dave Brubeck Quartet, das er gemeinsam mit dem Saxophonisten Paul Desmond gründete. Mit Stücken wie „Take Five“ und „Blue Rondo à la Turk“ begeisterte er ein breites Publikum für den Jazz. Das im Jahr 1959 veröffentlichte Album „Time Out“ war die erste Jazzplatte, von der Millionen Tonträger verkauft wurden. Brubeck trat noch im vergangenen Jahr öffentlich auf.

In keine Schublade gepasst

„Mein ganzes Leben wollten mich die Menschen immer in eine Schublade stecken“, sagte er einmal, „aber Schubladen langweilen mich.“ Seine Platten verkauften sich millionenfach. Auch im Weißen Haus gab Brubeck, der sich selbst einmal als „Komponist, der auch Klavier spielt“, beschrieb, Konzerte.