Christa Dietrich

Kommentar

Christa Dietrich

Anpassungen bei den Kulturhäusern

Kultur / 06.12.2012 • 20:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ein Landestheater gibt es in Vorarlberg erst seit 1999 bzw. 2000. Der Vorgänger, das Theater für Vorarlberg, war ein Privatbetrieb, der vom Land unterstützt wurde. Das Kunsthaus Bregenz steht seit 1997 und das Landesmuseum wird als Vorarlberg Museum überhaupt erst im Juni 2013 eröffnet. Zuvor hatten wir zwar auch ein Haus mit einer Sammlung zur Vorarlberger (Kunst-)Geschichte, eine echte Institution mit Geschichts- und Kunstvermittlungsauftrag ist aber erst im Bau. Die Betriebe, die die Kulturhäuser Betriebsgesellschaft ausmachen und sich am Bregenzer Seeufer zu einer beeindruckenden Kultur–meile formieren, sind also relativ jung.

Vor wenigen Jahren wurde eine Anpassung der Strukturen vorgenommen, die Kompetenzen der Leiter der einzelnen Häuser wurden erweitert. Das ermöglicht jene Flexibilität, die in der Kunst bzw. für Entscheidungen im Kunstbereich notwendig ist. Betriebswirtschaftlern mag sie nicht so sehr behagen. Das dürfte auch im Bericht des Landesrechnungshofes, der heute präsentiert wird, zum Ausdruck kommen.

Den Intendanten, die Museums- und KUB-Direktoren wieder zu reinen Abteilungsleitern zu degradieren, dürfte allerdings nicht die Absicht des Landes sein. Zu lösen ist wohl eher die Frage, welches Budget das neue große Landesmuseum nun wirklich braucht, um als solches funktionieren zu können, und was dazu notwendig ist, dass die Bregenzer Studiensammlung ein echtes Kunst-Depot wird. ##Christa Dietrich-Rudas##

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