Dirigent Welser-Möst sagt Festspielen ab

Kultur / 09.12.2012 • 22:41 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Salzburg. Im Streit um Arbeitsbedingungen bei den Salzburger Festspielen unter Alexander Pereira hat Dirigent Franz Welser-Möst den Mozart-Zyklus abgesagt. Die Aufführungen von „Così fan tutte“ seien für die Sänger zu eng gestaffelt, kritisierte der 52-jährige Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper. Der Maestro hätte in den nächsten Jahren drei Mozart-Opern leiten sollen. Das hohe künstlerische Niveau der Festspiele sei unter den geplanten Umständen nicht erreichbar. Bereits Ende November hatte Welser-Möst die Verflachung von Festspielen kritisiert. Kunst, bei der „Veranstalter sich selbst über mangelnde Qualität mit Ergebnissen von Einnahmen hinweg zu täuschen versuchen, zeugt von Kurzsichtigkeit und ist auch ein Beitrag zum Erosionsprozess von Kunst und Kultur“, sagte er in einer Festrede.