Marianne Sägebrecht macht Rom unsicher

Kultur / 11.12.2012 • 22:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Szene aus „Omamamia“ mit Marianne Sägebrecht. Foto: dapd
Szene aus „Omamamia“ mit Marianne Sägebrecht. Foto: dapd

Wien. Als Opa stirbt, will Tochter Marie (Annette Frier) Oma Marguerita (Sägebrecht) am liebsten in ein Altersheim verfrachten. Auch der von Marguerita ersehnte Ausflug zum Papst nach Rom wird kurzerhand abgeblasen. Das lässt sich die resolute Exilbayerin jedoch nicht gefallen und reist kurzerhand auf eigene Faust in die Ewige Stadt und pennt dort bei Enkelin Martina (Miriam Stein). Diese arbeitet nicht als Au-pair-Mädchen bei einer katholischen Familie, sondern lebt mit dem Rocker Silvio zusammen.

In Folge blüht Marguerita mit Dirndl und Joint in der mediterranen Atmosphäre auf, bringt bald die Küche eines Restaurants auf Vordermann, jagt der von ihr erhofften Papstaudienz hinterher, um ein dunkles Geheimnis zu beichten, und lernt Lebemann Lorenzo kennen.

Die Grundidee von Tomy Wigand, Sägebrecht als teutonischen Delfin ins kalte Wasser einer anderen Kultur zu werfen, hat durchaus Charme. Auch stellt „Omamamia“ eines der nach wie vor raren Beispiele dafür dar, dass sämtliche Hauptfiguren eines Films Frauen sind.