Hin zu Lebensfreude und Leichtigkeit

Kultur / 12.12.2012 • 22:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Arbeiten von Claudia Mang und Claudia Unterluggauer im Studio Drehpunkt in Bregenz. Foto: A. Grabher
Arbeiten von Claudia Mang und Claudia Unterluggauer im Studio Drehpunkt in Bregenz. Foto: A. Grabher

2013 wird das „Jahr des Körpers“. Zumindest für Claudia Mang und Claudia Unterluggauer.

Bregenz. (VN-ag) Die Arbeiten der Künstlerinnen zum ­Thema Körperbewusstsein sind derzeit im Studio ­Drehpunkt in Bregenz zu sehen.

Die beiden Claudias, die aus Innsbruck stammende, in Vorarlberg lebende Claudia Mang (geboren 1974) und die in Kärnten aufgewachsene, in Wien lebende Claudia Unterluggauer (geboren 1978) kennen sich seit ihrer Studienzeit an der Akademie und haben auch schon öfters gemeinsam ausgestellt. Auf den Ort und auf das künstlerische Gegenüber bezogen agieren sie nun im Studio Drehpunkt. Als Gemeinschaftsarbeit wurde ein Kalender fürs kommende Jahr gestaltet, der als Abbildungen ausgestellter Werke Tuschezeichnungen von Claudia Mang und „Tropfen-Bilder“ von Claudia Unterluggauer enthält. Körperübungen als Aktivitäten wie Qi-Gong oder orientalischer Tanz, durch die das Körperbewusstsein gesteigert wird, verarbeitet Claudia Mang mit schnellem, charakteristischem Strich zu Zeichnungen, die weniger auf das Erfassen einer äußerlichen Form als vielmehr auf einen Blick von innen heraus angelegt sind.

Gedankenräume

Noch stärker ausgeprägt ist die emotionale Komponente bei Claudia Unterluggauer. Das Auflösen, Verflüssigen und Rinnen ist zentrales Thema ihrer kleinformatigen „Tropfen-Serie“, die mit Buntstiften bewusst einfach gehalten ist.

„Neid“, „Opfer“ oder „Einsamkeit“ steht unter den Tropfen. Beide Künstlerinnen postulieren ihre Arbeiten als Weg zu Lebensfreude und Leichtigkeit, was sich in den „bewegungsfreudigen“ Blättern von Claudia Mang noch besser nachvollziehen lässt, während die tränenartigen Tropfen einfach nur traurig und ein wenig düster wirken. Interessanter und schlüssiger in ihrer künstlerischen Konzeption und Umsetzung sind dagegen Claudia Unterlugg­auers „Gedankenräume“. Darin findet sich der Betrachter quasi wie in einem Vorführraum im Kopf der Künstlerin wieder und blickt durch ihre Augen auf eine Reihe geschlossener Türen. Was verbirgt sich hinter den Türen, wo will ich hin? Mit diesen Fragen klinkt man sich ins Bild ein und ist bereit, den Gedankengängen der Künstlerin ein Stück weit zu folgen.

Geöffnet im Studio Drehpunkt in Bregenz (Schoeller Areal, Mariahilf­straße) bis 30. Jänner, Mo bis Fr, 8 bis 12 und 14 bis 17 Uhr.