„Quincy“-Darsteller Klugman gestorben

Kultur / 26.12.2012 • 18:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Zusammen bis zum Ende: Jack Klugman soll an der Seite seiner Ehefrau Peggy entschlafen sein. Foto: Reuters
Zusammen bis zum Ende: Jack Klugman soll an der Seite seiner Ehefrau Peggy entschlafen sein. Foto: Reuters

Los Angeles. Der US-Schauspieler Jack Klugman, der als Gerichtsmediziner „Quincy“ einen Fall nach den anderem löste, ist tot. Wie der Anwalt des Schauspielers berichtete, starb Klugman am Heiligen Abend in seinem Haus in Northridge in Kalifornien im Alter von 90 Jahren. Er sei friedlich an der Seite seiner Ehefrau Peggy entschlafen.

In Österreich wurde Klugman vor allem als Gerichtsmediziner „Quincy“ bekannt. Die Serie wurde für den damals noch jungen Fernsehsender RTL zwischen 1992 und 1994 zu einem der ersten großen Erfolge. Die Serie „Männerwirtschaft“ – in der Klugman als Oscar Madison den schlampigen, faulen Sportreporter spielte, der am liebsten zu Hause rumgammelt – feierte beim ZDF Erfolge. Fünf Jahre lang fetzte sich Klugman darin in den Siebzigerjahren mit seinem Kollegen Tony Randall, der den pingeligen Felix in der beliebten Komödie um eine skurrile Männerfreundschaft mimte. Die Fernsehadaption von Neil Simons „Ein verrücktes Paar“ brachte Klugman gleich zwei Emmy-Trophäen ein.

Der in Philadelphia geborene Klugman hatte in New York Theater studiert und schon früh seine Liebe zum Broadway entdeckt. Nebenbei experimentierte er in den Fünfzigerjahren mit den ersten Live-Fernsehdramen und drehte erst im Alter von 34 Jahren seinen ersten Film („Timetable“, 1956). Es folgte der Filmklassiker „Die zwölf Geschworenen“ – Klugmans Durchbruch.

Immer mehr zurückgezogen

In den vergangenen Jahren hatte sich Klugman immer mehr zurückgezogen. Von einer Kehlkopf-Operation Ende der Achtzigerjahre hatte er sich zwar gut erholt, doch in jüngster Zeit hätte sich sein Gesundheitszustand immer weiter verschlechtert, zitierte die „Los Angeles Times“ seinen Sohn.