Christa Dietrich

Kommentar

Christa Dietrich

Forderung an das SOV

Kultur / 23.01.2013 • 22:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Für das Symphonieorchester Vorarlberg (SOV) gilt das, was auch für andere Kulturschaffende gilt: Ohne eine – jeweils zu errechnende – finanzielle Grundausstattung ist ein gewisses Maß an Qualität nicht zu erreichen und ein Fortbestand damit nicht sinnvoll. Diesen Basisbedarf dürfte die Subvention des Landes Vorarlberg, die inzwischen eine Höhe von 430.000 Euro erreicht hat, aber abdecken. Die Erhöhung von Zuschüssen mit Bedingungen zu verknüpfen ist zwar ein komplexes Thema, aber es ist nicht grundsätzlich obsolet.

Wie jene des Landes auch aussehen, einige Fragen sind auf jeden Fall zu stellen. Wann, zum Beispiel, hat das SOV eine CD produziert? Abgesehen von zusammengefassten Live-Aufnahmen erfolgte das letzte eigentliche Projekt im Jahr 2005. Weitere Vorhaben hat es dann zwar gegeben, sie wurden aber von Leuten in den eigenen Reihen verhindert.

Sich bei Auslandsgastspielen vor neuem Publikum zu bewähren, hat man sich gleich gar nicht angetan, und die Kooperationen mit österreichischen Komponisten sind in etwa so marginal wie Kunstvermittlungsaktivitäten, die man inzwischen jedem geförderten Orchester zu Recht abverlangt. ##Christa Dietrich-Rudas##

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