Theatrum Mundi von Andreas Siekmann an den KUB-Billboards in Bregenz

Kultur / 25.01.2013 • 20:25 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
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Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gab es unter anderem im sächsisch-thüringischen Raum eine Tradition der Volkskunst, die von Bergleuten ausgeübt wurde. Sie bauten mechanische Figurentheater, sogenannte „Theatrum Mundi“. Diese boten die Bühne für Stücke, die Naturkatastrophen, Schlachten und Weltereignisse zeigten oder die verloren gegangenen Arbeitsplätze nachstellten. Die Figuren markieren einen Prozess der Privatisierung von politischer Entscheidungsfindung, eine Privatisierung von Macht, der in den 1970er- und 1980er-Jahren die neoliberale Offensive einleitete. Seine Organisationsformen heißen heute Think Tanks. Solche thematisiert der deutsche Künstler Andreas Siekmann nun an den KUB-Billboards in Bregenz. Foto: KUB