Keine Änderung in Kinderbüchern

Kultur / 27.01.2013 • 21:29 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Wien. Die Kinderbuch-Autorin Christine Nöstlinger lehnt in der Diskussion um möglicherweise diskriminierende Formulierungen Änderungen an den Texten ab. Das zeige doch, dass „Kinderliteratur für viele nicht mehr ist als eine Pädagogikpille, eingewickelt in Geschichterlpapier“.

Nöstlinger schrieb unter anderem „Wir pfeifen auf den Gurkenkönig“. Dabei geht es um Kumi-Ori, der von seinem Volk verjagt wird. Kumi-Ori bedeutet unter anderem Jerusalem. Nöstlinger wurde daher Antisemitismus vorgeworfen. „Das ist so was von lächerlich“, meinte sie. Sie sei auf das Wort in einem Gedicht von Paul Celan gestoßen. Eine jüdische Freundin habe es ihr mit „erhebt euch“ übersetzt. „Das gefiel mir: Ein Tyrann, gegen den sich sein Volk erhoben hat, heißt ‚erhebt euch‘“.