Mit der Echse zu den Ursprüngen des Punk

Kultur / 12.08.2013 • 20:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Unverwüstlich: Iggy Pop machte Station in Österreich. Foto: AP
Unverwüstlich: Iggy Pop machte Station in Österreich. Foto: AP

Iggy Pop bot einen kurzweiligen Abend mit Temperament und Gewittergrollen.

Wien. (VN-mw) Die amerikanischen Originale werden seltener. Einer der die wilden 1970er-Jahre trotz aller Exzesse überstand, ist Iggy Pop. Zu Beginn ein Pionier des Punkrocks, folgten später in seiner Berlin-Zeit heldenhafte Soloalben mit David Bowie und Lou Reed, sowie eine unerwartete Auferstehung inmitten der 1980er-Jahre. Seit damals tourt er gelegentlich durch Europa. Am vergangenen Wochenende war er mit seiner Originalband, den Stooges, in Wien zu Gast.

Im respektabel gefüllten Freiluftareal der Arena konnte der erste Song „Raw Power“ zugleich als Motto des Abends gesehen werden: Rohe Kraft, harte Riffs, Iggys kräftige Stimme und dazu viel Herz für das Publikum. Bei „Fun House“ durften rund hundert Fans zu Iggy auf die Bühne, trotz des Dauerregens machte er ab dem vierten Song seine Spaziergänge durch die Ränge. Seinen Fans bot er, wie gewohnt, eine kraftraubende Show.

Unverwüstlich

Mit dabei natürlich Songs wie „The Passenger“ oder „No Fun“, die erst Jahre nach ihrem Entstehen zu Klassikern erklärt wurden. Dem Mann aus Detroit scheint es egal zu sein, Iggy lebt seine Legende, und das sehr konsequent: Mit schlaksigem, perfekt durchtrainiertem Körper kroch er zwischen den Zugaben echsenartig unverwüstlich über die Verstärker. Nach 90 Minuten war die Zeitreise inklusive der Zugaben aber auch schon vorbei.