Versöhnliche Töne nach Erfolg mit „Don Carlo“

Kultur / 14.08.2013 • 20:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Salzburg. (VN-cd) Nach der „Meistersinger“-Premiere

wäre es schwieriger gewesen, aber nun, nachdem sich mit Verdis „Don Carlo“ die Faktenlage verändert bzw. geradezu gewendet hat (sprich: hervorragende musikalische Interpretation, gediegene Regie), gibt es auch in der neu entfachten Diskussion um den Stellenwert der Wiener Philharmoniker bei den Salzburger Festspielen versöhnliche Töne. Nachdem die Orchestervorstände den Abzug zumindest andachten und mehr Mitspracherecht bei der Programmgestaltung sowie bei der Suche nach einem Intendanten forderten, hat das Direktorium nun baldige Verhandlungen angekündigt.

Die fünfaktige, ungekürzte Fassung von Verdis Oper „Don Carlo“ (über deren Salzburger Premiere am Dienstagabend in der gestrigen Ausgabe der VN berichtet wurde) wird am 16. August in ORF 2 übertragen. Die musikalisch exzellente und szenisch in historischem Spanien-Kolorit gehaltene Aufführung (Dirigent: Antonio Pappano, Regie: Peter Stein) bietet hinlänglich Auseinandersetzung mit dem Stoff.

Für die Pausen hat der ORF unter anderem einen Beitrag über die historische Figur des Infanten Don Carlos angekündigt.