Schattenjäger und Dämonen

Kultur / 27.08.2013 • 18:47 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Zwischen Jace (Jamie Campbell Bower) und Clary (Lily Collins) entspinnt sich eine zarte Romanze.Foto: Constantin film
Zwischen Jace (Jamie Campbell Bower) und Clary (Lily Collins) entspinnt sich eine zarte Romanze.
Foto: Constantin film

In „Chroniken der Unterwelt“ verteidigen Schattenjäger eine ­ahnungslose Menschheit vor dem Bösen.

Fantasy. Schleimige Monster, Hexen, Werwölfe, Vampire, Dämonen, Feen und Fabelwesen – und mittendrin die tapferen Schattenjäger, die eine ahnungslose Menschheit gegen das Böse verteidigen: Bestsellerautorin Cassandra Clare hat sich diese Fantasy­welt ausgedacht und mit „Chroniken der Unterwelt“ eine weltweit erfolgreiche, mehrteilige Teenagersaga geschrieben, die bekannte Elemente aus „Harry Potter“, „Twilight“ und „Die Tribute von Panem“ in sich vereint.

Hinter den Kulissen der Wirklichkeit eröffnet sich eine zweite, ganz andere Welt, in der die sogenannten Schattenjäger, die Engel-Mensch-Mischwesen sind, seit langer Zeit gegen finstere Dämonen kämpfen – unbemerkt von den Menschen, die von dieser Parallelwelt nichts ahnen. Es ist der ewige Kampf zwischen Gut und Böse, den Clare in ihren Romanen erzählt. Es ist ein Kampf, der nicht zu gewinnen ist, die Welt aber einigermaßen im Gleichgewicht hält. Jetzt wurde der erste Band von Regisseur Harald Zwart („Karate Kid“) mit viel magischem Hokuspokus, gnadenlosen Schwertkämpfen und einem Schuss romantischen Kitsch rasant inszeniert. Und die Liebe kommt in „Chroniken der Unterwelt – City of Bones“ ebenfalls nicht zu kurz.

Suche nach dem Kelch

Von einem Tag auf den anderen wird das Leben der Schülerin Clary Fray (Lily Collins) vollkommen auf den Kopf gestellt. Das Mädchen erfährt, dass es zur Spezies der Schattenjäger gehört und sich plötzlich in einer magischen und gefährlichen Welt behaupten muss. Um ihre plötzlich verschwundene Mutter zu retten, schließt sie sich einer kleinen Gruppe von Nephilim an, wie die Schattenjäger auch genannt werden, und begibt sich auf die Suche nach einem geheimnisvollen Kelch. Hinter dem ist auch der finstere Valentine Morgenstern her, der angsteinflößend von Jonathan Rhys Meyers („Die Tudors“) verkörpert wird.

Die große Bühne aber gehört der mit Bravour aufspielenden Newcomerin Lily Collins („Spieglein Spieglein“). Von einem Mädchen, das ein ganz normales Leben führt, verwandelt sie sich sehr glaubhaft in eine tapfere Kriegerin, die sich in dieser übernatürlichen Welt zu behaupten weiß, ohne dass sie plötzlich zur Superheldin wird. Als sie ihren ersten Vampir mit einer todbringenden Waffe erledigt, ist sie einfach nur verwirrt. Keine Frage, die Tochter von Sänger Phil Collins ist vermutlich auf dem Sprung zum Ruhm. Zwischen all den Kämpfen, die zuweilen recht brutal inszeniert sind, bleibt aber immer auch Zeit für die Liebe.

Zarte Romanze

Zwischen Clary und dem Schattenjäger Jace, gespielt von Jamie Campbell Bower, der bereits in „Harry Potter“ und „Twilight“ zu sehen war, entspinnt sich eine zarte Romanze, die ihren Höhepunkt in einer etwas kitschigen Treibhausszene findet, bei der sich alles nur um die Frage dreht: Küssen sie sich oder nicht? Das Nachsehen scheint hier Clarys bester Freund Simon (Robert Sheehan) zu haben, der schon lange heimlich in sie verliebt ist. Für eine ordentliche Portion Gefühlswirrwarr ist also gesorgt. Es bietet romantische Ruhepausen während des Schlachtengetümmels und einiger beunruhigender Schockmomente.

Chroniken der Unterwelt

» Regie: Harald Zwart

» Produktionsfirma:

Unique Features

» Hauptdarsteller: Lena Headey, Lily Collins, Jonathan Rhys Meyers, Kevin Durand, Jamie Campbell Bower

» ab morgen im Kino