„Besser“ wird seinem Titel gerecht

Kultur / 02.10.2013 • 19:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Doris Knecht schreibt bereits am dritten Roman. Foto: PR
Doris Knecht schreibt bereits am dritten Roman. Foto: PR

Buchpreis der Stiftung Ravensburger Verlag geht an die Vorarlbergerin Doris Knecht.

Ravensburg. (VN) Mit dem mit 12.000 Euro dotierten Preis wird eine Autorin bzw. ein Autor ausgezeichnet, „der mit literarischen Stilmitteln ein zeitgenössisches Bild der Familie zeichnet“. Bisherige Preisträger waren Sten Nadolny und Maja Haderlap.

„Dieser Roman stellt ein gelungenes Beispiel für eine Mut machende moderne Familienkonstellation dar“, heißt es in der Jurybegründung. „Der Roman ist ein leidenschaftliches und glaubwürdiges Plädoyer für die wichtige Bedeutung der Familie im Leben jedes Menschen, für elterliche Verantwortung und Liebe zu Kindern, auch wenn der Alltag chaotisch und kompliziert sein mag.“

Doris Knecht (Jahrgang 1966) war stellvertretende Chefredakteurin der Wiener Stadtzeitung „Falter“. Als Kolumnistin schreibt sie für „Kurier“, „Falter“ und die Vorarlberger Nachrichten. Ihr erster Roman „Gruber geht“ stand 2011 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises.

In der VN-Kritik hieß es zur Figur in „Besser“: „Das Beobachten des promiskuitiven Verhaltens von Freundinnen oder der Trotzphasen, die der eigene Nachwuchs gerade auslebt, ist nicht nur Teil der Handlung, durchgespielt aus konsequent eingehaltener Perspektive spiegeln sich darin auch allerlei benannte oder auch weniger deutlich dechiffrierte Sehnsüchte. Dieser Trick gelingt der Autorin sehr gut. Anderenfalls hätten wir es ja mit einem Bejammern der Situation zu tun und wären somit nur mit Themen konfrontiert, die in Romanen, Theaterstücken und Fernsehserien schon in allen Facetten beleuchtet wurden.“

Und von Doris Knecht war gestern zu erfahren, dass der nächste Roman schon im Entstehen ist, mit dem Erscheinen sei im nächsten Jahr zu rechnen.

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