„Emotionen haben kein Ablaufdatum“

Kultur / 03.10.2013 • 19:10 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Christof Straub und Edina Thalhammer präsentieren ihr aktuelles Album in der Kulturbühne Ambach in Götzis. Foto: Band

Christof Straub und Edina Thalhammer präsentieren ihr aktuelles Album in der Kulturbühne Ambach in Götzis. Foto: Band

„Papermoon“ präsentieren ihr neues Album „Lovebird“ in der Kulturbühne Ambach.

Schwarzach. „Papermoon“ gehören nun seit über 20 Jahren zu einem strahlenden Fixpunkt der österreichischen Musikszene. Nach ihrem erfolgreichen Album „Wake!“ präsentiert das Wiener Pop- und Folk-Duo sein zehntes Studio-Album und bleibt seinem Stil treu. Im VN-Interview spricht Gitarrist Christof Straub über musikalische Highlights und das Rezept für eine erfolgreiche Karriere.

„Papermoon“ gibt es bereits seit 20 Jahren. Was waren die Highlights eurer Karriere?

Straub: Zu den Highlights ­gehört sicher unsere Anfangsphase 1993, als wir völlig unerwartet von einem Tag auf den anderen Nummer eins der österreichischen Album-Charts geworden sind. In weiterer Folge durften wir viel Großartiges erleben, unsere Konzertreisen in die Vereinigten Arabischen Emiraten, wo wir auf vielen Events von Sheikh Nahayan spielen konnten, gehören sicher zu unseren persönlichen Highlights.

Ihr gehört zu den beständigsten österreichischen Musikern. Was ist euer Erfolgsgeheimnis?

Straub: Wir sind uns immer treu geblieben und haben immer unserer inneren Stimme vertraut. Wir bauen auf die Qualität und den Inhalt eines Songs. Uns ist es wichtig, unsere Zuhörer ins Herz zu treffen. Gelingt das, ist etwas Zeitloses entstanden. Emotionen haben kein Ablaufdatum.

Was inspiriert euch beim Songwriting?

Straub: Unser Leben, unsere Lieben, aber auch Filme, Geschichten, Bücher und Kunst im Allgemeinen.

Bis auf eure CD „Verzaubert“ sind eure Alben hauptsächlich auf Englisch. Warum das?

Straub: Englisch ist die Sprache der Rock/Pop-Musik, die wir als Jugendliche gehört haben. Unsere Wurzeln sind die Beatles, Cat Stevens und Simon & Garfunkel. Wir haben in all den Jahren aber immer wieder deutsche und französische Texte in unseren Alben hinzugefügt. Jede Sprache hat ihre Eigenheiten, Tücken, aber auch Stärken. Ich persönlich finde, Französisch ist eine großartige Sprache, um Lieder zu schreiben.

Wie ist euer neues Album „Lovebird“ entstanden? Habt ihr euch musikalisch verändert?

Straub: Wir haben das ganze Jahr daran gearbeitet. Wir haben monatelang gekämpft und die Songs mit aufwendigen Bandarrangements umgesetzt. Vor Kurzem haben wir aber all die Arbeit über Bord geschmissen, neu begonnen und das Album schließlich in „live-sessions“ nur mit uns beiden eingespielt. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass unsere Songs am besten wirken, wenn sie ohne viel Drumherum präsentiert werden. Erst wenn man alle Schnörkel und Verzierungen weglässt, merkt man, ob ein Lied etwas taugt. Edinas Stimme trifft einen stärker in der Seele, wenn nichts ablenkt.

Gibt es Songs, die euch mittlerweile schon nerven, weil ihr sie schon so lange spielt?

Straub: Kaum. Live spielen ist immer wieder ein neues Erlebnis, und wir interpretieren die Songs, die wir schon ewig im Programm haben, immer wieder anders, um es für uns selbst spannend zu machen.

Was darf man sich von eurem Auftritt in der Kulturbühne Ambach erwarten?

Straub: Einen intimen Abend mit allen Songs unserer brandneuen CD mit dem ­vielversprechenden Titel „Lovebird“ sowie unsere größten Hits der vergangenen zwei Jahrzehnte. Wir werden zu zweit auf der Bühne sein, so wie wir vor 20 Jahren begonnen haben. Wir freuen uns auf das Publikum im Ländle.

Zur Person

Christof Straub

Komponist, Songwriter, Gitarrist und Sänger bei „Papermoon“

Geboren: 27. August 1969 in Wien

Laufbahn: 1991 Gründung der Band „Papermoon“ mit Edina Thalhammer, Doppelplatin für „Tell me a Poem“ und „Lucy’s Eyes“, 2006: Amadeus für das Album „True Love“

Familie: drei Kinder

„Papermoon“ gastieren im Rahmen ihrer „Lovebird“-Tournee am 31. Oktober um 20 Uhr in der Kulturbühne Ambach in Götzis. Karten: Musikladen Götzis

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