Opfern wieder Stimme und Humanität geben

Kultur / 13.10.2013 • 21:37 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Swetlana Alexijewitsch Foto: AP
Swetlana Alexijewitsch Foto: AP

Weißrussische Dissidentin Swetlana Alexijewitsch nahm Friedenspreis entgegen.

Frankfurt/Main. Die Schriftstellerin und Regimekritikerin Swetlana Alexijewitsch (65) hat am Sonntag in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels entgegengenommen. Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums zog sie in der Dankesrede eine pessimistische Bilanz: „Es gibt wenige Gewinner, aber viele Verlierer.“ Alexijewitsch, die als moralisches Gedächtnis der zerfallenen Sowjetunion gilt, ist mit Büchern über Tschernobyl, den sowjetischen Afghanistankrieg oder die verdrängte Rolle der Frauen in der Roten Armee zur Chronistin des Leidens geworden.

Der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Gottfried Honnefelder, meinte, Alexijewitsch habe den Opfern wieder ihre Humanität zurückgegeben.

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