Neue Witze zum Fremdschämen

Kultur / 22.10.2013 • 18:52 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Johnny Knoxville begab sich mit Jackson Nicoll bereits auf Promotion- Tour in Europa. Foto: EPA
Johnny Knoxville begab sich mit Jackson Nicoll bereits auf Promotion- Tour in Europa. Foto: EPA

Johnny Knoxville lebt, obwohl der Stuntman, der mit „Jackass“ berühmt wurde, für tot erklärt war.

Komödie. Bei dem Sprung aus einem Flugzeug sei der Fallschirm nicht aufgegangen, flüsterten sich fassungslose Teenager im Unterricht zu. Alles Quatsch: Knoxville ist wohlauf.

Auch wenn er angesichts seiner unzähligen waghalsigen Experimente Glück gehabt haben muss. Schließlich probierte er Stromschocker am eigenen Körper aus oder wagte sich in ein Becken voller Bälle – mit einer Anakonda. Kein Wunder, dass sich der 42-Jährige nach Ruhe sehnt. Als „Bad Grandpa“ macht er nun Späße ohne Nervenkitzel. Dafür gibt es pubertäre Witze demnächst im Kino.

Es ist ein Film Marke „Versteckte Kamera“: In dem Comedy-Roadmovie „Jackass: Bad Grandpa“ fährt Knoxville verkleidet durch die Vereinigten Staaten und schockiert ahnungslose Passanten. Als der notgeile, 86 Jahre alte Rentner Irving Zisman pflegt er ein besonderes Faible für sein eigenes Gemächt – das er auch „Leeroy“ oder „Moby Dick“ nennt.

Ein Preis für den Visagisten

Auf der erfolglosen Suche nach einer Bettgespielin landet Zisman bei – und in – einem Getränkeautomaten. Vorbeilaufende Fußgänger betrachten das Liebesspiel mit Ekel. An einer anderen Stelle schmiert sich der Hauptdarsteller Limettensaft auf den Unterleib, um seinen Sitznachbarn zu imponieren. Etliche Wortspiele („Mein spanischer Name ist ,El mucho Ding Dong‘“) und hodenartige Gummiattrappen folgen. „Jackass: Bad Grandpa“, bei dem Jeff Tremaine Regie führte, bietet öffentliche Peinlichkeit und Fremdscham. Johnny Knoxvilles Film ist dabei aber etwas vorhersehbar.

Die eigentliche Geschichte – ein Witwer, der mit Enkel Billy und der Leiche seiner Exfrau im Auto durch die Vereinigten Staaten fährt – und die Parallelen zum VW-Bus-Roadmovie „Little Miss Sunshine“ reißen das dann auch nicht mehr raus. Einen Preis hätte dagegen Knoxvilles Visagist verdient.

Und so kommt es, wie es kommen muss: Im Film steht Zisman schließlich am See, eine Angel in der Hand. Im Hintergrund drehen sich Menschen um, als er einen besonders dicken Fisch am Haken hat und mit dem Monstrum regelrecht kämpft. Der Scherz: Das Tier hat – wer hätte es gedacht – einen männlichen Phallus. Der landet nach dem Gerangel direkt im Gesicht Knoxvilles alias Zisman. Lachen, bitte!

Jackass: Bad Grandpa

» Regie: Jeff Tremaine

» Land: USA

» Hauptdarsteller: Johnny Knoxville, Spike Jonze, Jackson Nicoll

» ab Donnerstag im Kino

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