Kunstrückgabe mit weiteren Sonderfällen

Kultur / 23.10.2013 • 20:47 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Wien, London. Anlässlich einer Wiener Porträtausstellung in der Londoner National Gallery begehrt der Anwalt der Bloch-Bauer-Erben, Randol E. Schoenberg, eine Neubewertung des Falls „Amalie Zuckerkandl“. Das Klimt-Gemälde ist derzeit in London zu sehen. Der Anwalt, der auch die „Goldene Adele“ für die Erbin Maria Altmann erstritt, lässt mit einem Vorschlag aufhorchen: „Bevor die National Gallery das Bild nach Österreich zurückgibt, sollte man vom österreichischen Kunstrückgabebeirat vielleicht eine neue Entscheidung fordern.“ 2006 hatte ein österreichisches Schiedsgericht gegen eine Rückgabe entschieden.

Aber auch ein anderer Klimt-Restitutionsfall ließ gestern von sich hören: Die Israelitische Kultusgemeinde nahm den Tod von Anthony Stephen Felsövanyi zum Anlass, sich über die von der Sammlerwitwe Ursula Ucicky gegründete „Klimt-Foundation“ zu beklagen, in die das als Restitutionsfall geltende Porträt von Gertrud Loew eingebracht wurde.

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