Vom Schicksal der Erde

Kultur / 29.10.2013 • 18:52 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Chris Hemsworth verkörpert in „Thor“ den Donnergott. Foto: Walt Disney
Chris Hemsworth verkörpert in „Thor“ den Donnergott. Foto: Walt Disney

Der junge Gott Thor will die Ordnung zwischen den neun Welten ­wiederherstellen.

Abenteuer. Auch wenn Shakespeare-Experte Kenneth Branagh nicht mehr Regie führt – „Thor 2“ bietet wieder die ganz großen, klassischen Themen: Gut gegen Böse, Bruderhass und die wahre Liebe. Oscarpreisträger Anthony Hopkins spielt wieder Thors Vater Odin, Oscarpreisträgerin Natalie Portman Thors große Liebe Jane, Tom Hiddleston den wendigen Widerling Loki und Chris Hemsworth erneut die Hauptfigur Thor.

Allein Regisseur Kenneth Branagh, Großbritanniens Shakespeare-Experte, der sich mit dem 3D-Actionspektakel auf ungewohntes Terrain begab, ist im zweiten Abenteuer nicht mehr dabei und überlässt Alan Taylor die Bühne. Im zweiten Einzel-Abenteuer des Donnergottes steht nicht nur das Schicksal der Erde auf dem Spiel, sondern gleich das aller neun Reiche im Marvel-Universum. Denn die dunklen Elfen, die eigentlich in der Versenkung verschwunden sein sollten, kehren mit einer mächtigen Waffe zurück – ausgerechnet jetzt, wo doch Asgard-Chef König Odin sich gerade so über die friedliche Ruhe freut. Dass irgendetwas nicht stimmt, merkt auf der Erde auch Thors Ex-Freundin Jane, die inzwischen aus den USA nach London übersiedelt ist, um ihre Forschungen dort weiterzuführen. Sie und ihre Crew eigenwilliger Wissenschaftler stoßen auf ein Tor, das die neun Welten verbindet und das alles andere als ungefährlich ist. Natürlich kreuzen sich die Wege von Thor und Jane wieder, und neben der ganzen Action und all den Weltrettungs-Sorgen müssen sie ganz nebenbei auch noch ihre Beziehungsprobleme aufarbeiten. Ein endloser Quell unterhaltsamer Mini-Dialoge.

Viele Überraschungen

Thor merkt schnell, dass er der dunklen Gefahr aus dem Elfenreich nur mit Hilfe seines trickreichen Adoptivbruders Loki begegnen kann. Ein großes Risiko, hat der sich doch in der Vergangenheit eher als zerstörerisch denn vertrauenswürdig präsentiert. Doch sei’s drum. Thor holt Loki aus dem Verlies Asgards. Ob das ein Fehler war? Taylors Film überrascht immer wieder mit Drehungen und Wendungen. Auch wenn die Gradlinigkeit, die Branaghs Königsdrama noch auszeichnete, im zweiten Fall etwas verloren geht – die Erfolgsfaktoren bleiben: gelungene Action, an der zu erkennen ist, dass Taylor auch einige „Game of Thrones“-Folgen inszeniert hat, und ein optisch überaus gelungener Hauptdarsteller.

Thor

» Regie: Alan Taylor

» Land: USA
» Hauptdarsteller: Chris Hemsworth, Natalie Portman, Tom Hiddleston, Kat Dennings

» ab morgen im Kino

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