Schutzengel in Ausbildung

Kultur / 29.12.2013 • 19:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Michael Bully Herbig zeigt erstmals eine Romantikkomödie.
Michael Bully Herbig zeigt erstmals eine Romantikkomödie.

Bei „Buddy“ kommt Michael Bully Herbig erstmals ganz ohne Ironie aus.

Komödie. Michael „Bully“ Herbig ist der Fachmann für Parodien. Winnetou, Captain Kirk, Sisi – sie alle zog er durch den Kakao. Jetzt wechselt er das Fach und bringt eine romantische Komödie ins Kino – mit Anleihen in Hollywood und bei Til Schweiger. Der Film „Buddy“ ist eine romantische Komödie geworden, wie man sie von Herbig kaum erwartet hätte. Dieses Mal aber kommt der Filmemacher ganz ohne Ironie aus.

Schutzengel „Buddy“ (Michael Herbig) muss dem schwerreichen Sprudel-Erben Eddie (Alexander Fehling) unter die Arme greifen. Der versäuft das Geld seines Vaters und hat seinem Leben an Inhalt ansonsten nicht viel hinzuzufügen. Das ruft den Schutzengel auf den Plan, der einen solchen auch noch hat: Er will Eddie mit einer alleinerziehenden Altenpflegerin (Mina Tander) verkuppeln. Das Problem: „Buddy“ kennt sich mit dem Schutzengel-Dasein noch nicht so richtig aus. „Man wünscht sich ja immer einen Schutzengel – aber was ist, wenn es einer ist, der es nicht kann?“, erläutert Herbig bei der Vorstellung des Films seine Idee.

So zeigt er sich versehentlich seinem daraufhin völlig ­verstörten Schützling. Weil das Kind da ohnehin schon in den Brunnen gefallen ist, nutzt er seine ungeplante Sicht- und vor allem Hörbarkeit gnadenlos aus. Da bringt er Eddie auch schon mal durch Schlager-Dauerbeschallung dazu, endlich das zu tun, was er will. Nur zu seinem Besten.

Zutaten für Kassenerfolg

„Buddy“ ist eine streckenweise berührende Geschichte über einen Schutzengel in Ausbildung, die Liebe und die Bedeutung von Familie. Mit harmonierenden Darstellern und rührendem Ende bringt er ein bisschen Wärme in die kalten Wintertage – und viele Zutaten für einen Kassenerfolg hat er auch. Der dürfte „Bully“ auch ganz willkommen sein. Denn noch immer wird er gemessen am Erfolg seiner ersten beiden Filme. Mit fast zwölf Millionen und fast zehn Millionen Zuschauern gehören „Der Schuh des Manitu“ und „(T)Raumschiff Surprise“ zu den erfolgreichsten deutschen Filmen aller Zeiten.

Michael Bully Herbig zeigt erstmals eine Romantikkomödie.
Michael Bully Herbig zeigt erstmals eine Romantikkomödie.

„Buddy“ läuft aktuell in den Kinos.