Streaming fließt in Berechnung der Charts

Kultur / 07.01.2014 • 21:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Berlin. Streaming-Portale wie Spotify, Simfy und Napster liefern künftig Kennzahlen für die Berechnung der Sin­gle-Charts in Deutschland zu. Das teilte der Bundesverband Musikindustrie mit. Gezählt werden Abrufe ab 31 Sekunden. Neben dem Bild- und Tonträger-Verkauf sowie den Downloadzahlen kommt damit eine weitere Größe für die Ermittlung der Charts hinzu. Musik-Streaming zählt zu den maßgeblichen Trends der Musiknutzung. Das US-Geschäft mit Musik-Downloads war 2013 geschrumpft. Beobachter führen das vor allem auf das Streaming zurück.

Bei der Ermittlung der deutschen Charts fällt ein Stream deutlich weniger ins Gewicht als ein Download oder eine verkaufte CD. Die Top 100 werden auf Wertebasis berechnet. Eine Single-CD kostet etwa fünf Euro, für den Download eines Hits wird ein Preis um einen Euro fällig. Ein Stream fließt nur mit etwa einem Cent in die Charts-Berechnung ein.