Kultur ist als Staatsaufgabe zu sehen

Kultur / 27.01.2014 • 20:37 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zum erfolgreichen Jahr trug vor allem die am 1. März 2013 wiedereröffnete Kunstkammer bei. Foto: APA
Zum erfolgreichen Jahr trug vor allem die am 1. März 2013 wiedereröffnete Kunstkammer bei. Foto: APA

Die Bundesmuseen präsentieren eine gute Bilanz und stellen
Forderungen.

Wien. Laut einer aktuellen Statistik besuchten im Vorjahr 4.653.240 Menschen die Bundesmuseen, rund ein Prozent mehr als im Jahr zuvor. 2013 war „ein höchst erfolgreiches Jahr“ für das Kunsthistorische Museum (KHM). Das sagte Generaldirektorin Sabine Haag. Mit 1,405.997 Besuchern konnten um vier Prozent mehr Menschen begrüßt werden als 2012 und so viele wie noch nie seit der Ausgliederung 1999. Die Eintrittserlöse stiegen um 20 Prozent auf 9,13 Millionen Euro. Zum erfolgreichen Jahr trug vor allem die am 1. März 2013 wiedereröffnete Kunstkammer bei. Die Abrechnung für den Kunstkammer-Umbau ist mit 16,84 Millionen Euro um ein Prozent unter dem Projektbudget geblieben. „Wir glauben, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht haben“, demonstrierte Geschäftsführer Paul Frey Selbstbewusstsein. „Gerade in dieser Erfolgsphase ist es wichtig, dass die seit 2009 gleich gebliebene Leistungsabgeltung erhöht wird. Alleine aufgrund der Inflation müsste die Leistungsabgeltung im Jahr 2014 um 2,9 Millionen Euro höher sein als 2009. Das sind keine Wunschzahlen, das ist Statistik Austria.“ Man habe Verständnis, dass in den vergangenen Jahren hohe Summen in andere Bereiche geflossen seien. „Wir glauben aber, dass jetzt die Zeit gekommen ist, sich auf die eigentlichen Staatsaufgaben, zu denen ohne Zweifel Kunst und Kultur gehören, zu konzentrieren.“

Augustus und Karl der Große

Das Ausstellungsjahr 2014 beginnt am 18. Februar: „Die Welt von Faberge“ zeigt rund 160 kunstvolle Objekte aus zwei Moskauer Museen. Ab 20. Mai widmet sich die Schau „Kaiser Augustus und Kaiser Karl der Große“ zwei „Goldenen Zeitaltern“. Ab Mai werden Keramik-Arbeiten von Edmund de Waal („Der Hase mit den Bernsteinaugen“) im Theseustempel gezeigt. Das Weltmuseum widmet sich ab 9. April der zehnmonatigen Weltreise von Thronfolger Franz Ferdinand, im Theatermuseum beschäftigt man sich mit Stefan Zweig (ab 3. April) und Richard Strauss (ab 12. Juni). Das Herbst-Highlight gilt ab 28. Oktober Diego Velazquez, „einem der größten Bildnis-Maler Europas“ (Haag).