Kunstrückgabe forcieren

Kultur / 29.01.2014 • 21:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Deutsche Kulturstaatsministerin will Suche nach NS-Raubkunst bündeln.

Berlin. Die neue Kulturstaatsministerin Monika Grütters will die Suche nach NS-Raubkunst deutschlandweit bündeln und ausbauen. Dafür sollten die Bundesmittel verdoppelt werden, kündigte die CDU-Politikerin gstern bei der ersten Vorstellung ihres Arbeitsprogramms im Bundestag an.

„Ich finde es schlicht unerträglich, dass sich immer noch Nazi-Raubkunst in deutschen Museen befindet“, sagte Grütters. Die bisherigen Stellen für Provenienzforschung leisteten gute Arbeit, es fehle aber ein erkennbarer Ansprechpartner. Sie habe bereits Gespräche mit den Bundesländern aufgenommen. Derweil wurde bekannt, dass der Münchner Kunstsammler Cornelius Gurlitt nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bereits in Kontakt mit Erben wegen der Rückgabe möglicher NS-Raubkunst ist. „Wir führen bereits Gespräche mit den Erben“, sagte Gurlitts Anwalt. Gurlitts Sammlung ist vor wenigen Wochen aufgeflogen und löste in Deutschland und Österreich eine Debatte über die Kunstrückgabe aus.