„Es ist eine Anti-Werbung in Rot“

Kultur / 07.03.2014 • 22:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Arbeit von Tulio Restrepo in der Galerie Lisi Hämmerle.  Fotos: AG  
Arbeit von Tulio Restrepo in der Galerie Lisi Hämmerle. Fotos: AG  

Emilia Zohmann und Magdalena Nöckl haben die Ausstellung „theRED“ in der Galerie Lisi Hämmerle besucht.

BREGENZ. (VN-ag) In der umfangreichen Schau, die der Kunstrichtung der Mail-Art und der Farbe Rot gewidmet ist, ist den beiden Mädchen eine Arbeit des kolumbianischen Künstlers Tulio Restrepo sofort ins Auge gestochen.

„Am spannendsten in der Ausstellung finde ich dieses besondere Werbeplakat, auf dem der Name einer Zigarette steht. Es ist ein bisschen klein für ein Werbeplakat, aber es ist mir sofort aufgefallen, weil ich das Logo kenne. Meine Großmutter und auch einige Bekannte rauchen diese Zigarettenmarke. Der Name der Zigarette, der ja aus den Worten ,Lucky‘ und ,Strike‘ besteht, verspricht eigentlich etwas Schönes, Gutes und ich glaube schon, dass der Name und auch die Schrift viele anziehen und sie auch deswegen genau diese Marke rauchen,“ meint die zwölfjährige Emilia. „Und mit der roten Farbe passt das Plakat genau in die Ausstellung, die ja ,theRED‘ heißt, und für die alle Kunstwerke mit der Post geschickt werden mussten,“ erklärt Magdalena. Gut finden die beiden Schülerinnen, dass die Arbeit eigentlich eine „Anti-Werbung“ ist, wenn man genau hinschaut.

Denn: „Der Künstler hat in das Logo noch das Wort ,Death‘, also Tod, hineingenommen. Hoffentlich sehen sich das viele Jugendliche an und denken darüber nach und merken, dass es nicht cool ist, wenn man raucht, egal welche Marke. Wir haben in der Schule gelernt, dass sich der Körper jede Zigarette für fünfzehn Jahre lang merkt. In unserer Klasse ist Rauchen zum Glück kein Thema.“

  Emilia Zohmann lebt in Bregenz, Magdalena Nöckl in Hörbranz.  
  Emilia Zohmann lebt in Bregenz, Magdalena Nöckl in Hörbranz.  

Die Ausstellung ist in der Galerie Lisi Hämmerle in Bregenz (Anton-Schneider-Straße 4a) bis 29. März geöffnet, Mi bis Fr, 14 bis 18 Uhr, Sa, 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr.