„Der Bewerb hat eine spezielle Bedeutung“

Kultur / 10.03.2014 • 20:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gegen sehr starke Mitbewerber hat sich der 19-jährige Aaron Pilsan in Friedrichshafen durchgesetzt. Foto: Voith
Gegen sehr starke Mitbewerber hat sich der 19-jährige Aaron Pilsan in Friedrichshafen durchgesetzt. Foto: Voith

Als jüngster Teilnehmer hat der Dornbirner Pianist Aaron Pilsan (19) den ZF-Musikpreis gewonnen.

Friedrichshafen. (VN-cd) Eine besondere Herausforderung sei die Kreisleriana von Schumann gewesen, blickt der erneut preisgekrönte Pianist auf die letzten Tage beim ZF-Musikpreis in Friedrichshafen und Lindau zurück und abgesehen davon, dass es ihn freute, wieder in der Region auftreten zu können, hatte die Sache für Aaron Pilsan viel mit seiner Biografie und vor allem mit seiner Karriere zu tun. Als Kind wurde er auf Initiative des Dornbirner Musikpädagogen Guntram Simma im Rahmen des Klavierfestivals Junger Meister in Lindau Professor Karl-Heinz Kämmerling vorgestellt. Dieser erkannte die besondere Begabung des Vorarlberger Pianisten sofort und bot ihm kurzum einen Platz im Kreis seiner Meisterschüler an.

Inzwischen studiert Aaron Pilsan bei Lars Vogt in Hannover. Ein Student des weltbekannten Pianisten sein zu dürfen, gilt als besondere Auszeichnung, aufgrund seiner Konzertverpflichtungen unterrichtet  Vogt nur sechs Sonderbegabungen.

Festspiele und Schubertiade

Der Name Vogt lässt unweigerlich an die Schubertiade denken, bei der Pilsan heuer selbst wieder ein gern gesehener Gast ist. Gemeinsam mit dem international ebenfalls schon mehrfach ausgezeichneten Vorarlberger Cellisten Kian Soltani (21) bietet er Ende Mai in Hohenems ein Konzert mit Werken von Schumann, Poulenc, Schubert und Franck. Zuvor absolviert er noch einen Auftritt bei der Chopin-Gesellschaft in Feldkirch und im Sommer (am 10. August) ist Aaron Pilsan wieder mit Werken von Schubert, Schönberg und Haydn in einem Konzert der Bregenzer Festspiele zu hören.

In allen Runden überzeugt

Beim nun beendeten ZF-Musikpreis konnte Aaron Pilsan bei starker Konkurrenz in allen drei Ausscheidungsrunden überzeugen. Den zweiten Preis erspielte sich die rumänische Pianistin Alina Bercu, Dritter wurde der Chinese Wei Cao. Jury-Vorsitzender Peter Vogel: „Damit reiht sich Aaron Pilsan in die hochkarätige Galerie der bisherigen Sieger des Wettbewerbs ein, zu denen so namhafte Pianisten wie Herbert Schuch, Alexej Gorlatch oder Claire Huangci gehören.“

Teilnehmen zu können, war für mich eine Ehre, und die größte Herausforderung war die Kreisleriana.

Aaron Pilsan
asdf Foto: ???
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Am 29. Mai tritt Aaron Pilsan gemeinsam mit dem Vorarlberger Cellisten Kian Soltani im Rahmen der Schubertiade in Hohenems auf.