Exzellente Geschichte, traurig und komisch

Kultur / 04.04.2014 • 18:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
   
   

Roman. „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf ist ein Buch, das jeder gelesen haben muss. Ob Frau oder Mann, erwachsen oder jugendlich. Es ist Sommer und Maiks große Liebe Tatjana, die allerdings nichts von seiner Liebe weiß, hat alle zur Geburtstagsparty eingeladen. Außer Maik und Tschick. Das macht Maik und Tschick, obwohl Maik Tschick gar nicht ausstehen kann, in gewisser Weise zu Verbündeten.

Als Tschick mit einem geklauten Lada dasteht, fahren die beiden irgendwo in Richtung Walachei, wo Tschicks Onkel wohnt. Schließlich gibt’s hier ja niemanden, der auf sie wartet. Nicht einmal die Eltern, denn Tschick scheint keine zu haben und Maiks Vater verbringt den Sommer mit seiner Affäre, während sich die Mutter auf der Beautyfarm erholt, die in Wirklichkeit eine Entzugsklinik ist.

Eine existenzielle Geschichte, traurig und komisch, tröstlich und rasant erzählt in einer Sprache, die ganz nah dran ist am Denken und Fühlen der 14-jährigen Helden.

Wolfgang Herrndorf: „Tschick“, Rowohlt Verlag, Empfohlen von Erika Kronabitter, Autorin, Feldkirch