Natur kann man nicht nachmachen

Kultur / 04.04.2014 • 21:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Vincent Lamprecht ist neun Jahre alt und lebt in Hard.  
Vincent Lamprecht ist neun Jahre alt und lebt in Hard.  

Vincent Lamprecht hat die Ausstellung „Quaero“ von Alfred Graf und Fridolin Welte im Künstlerhaus besucht.

BREGENZ. (VN-ag) In der Ausstellung, in der beide Künstler mit Fundstücken aus der Natur arbeiten, hat den neunjährigen Schüler ein Objekt des Bildhauers Fridolin Welte besonders zum Nachdenken herausgefordert.

„Die Skulptur, die ich am spannendsten finde, ist zweiteilig und besteht aus einem richtigen Ast, der aus der Natur, von einem Baum kommt, und einer Nachahmung des Astes. Die Nachahmung ist grau und sieht aus wie aus Kunststoff oder so. Wenn man genau hinschaut, sieht man so kleine Beulen und manchmal ein etwas längeres oder kürzeres Stück Ast als bei dem normalen Ast. Im Großen und Ganzen ist es aber schon die gleiche Form“, findet Vincent und schaut gleich noch genauer hin. „Komischerweise ist aber auch der ,richtige‘ Ast zusammengebaut und zusammengestückelt. Da sieht man auch, dass die einzelnen Äste manchmal gar nicht genau aufeinanderpassen und nicht einfach so gewachsen sind. Vielleicht will uns der Künstler, der das gemacht hat, damit sagen, dass wir die Natur nicht nachmachen können. Egal, wie sehr wir uns bemühen. Und vielleicht will er auch zeigen, dass sich der Mensch viel von der Natur abschaut und überall eingreift.“

Skulptur „Ast“ von Fridolin Welte im Künstlerhaus. Fotos: A. Grabher

Skulptur „Ast“ von Fridolin Welte im Künstlerhaus.  Fotos: A. Grabher
Skulptur „Ast“ von Fridolin Welte im Künstlerhaus. Fotos: A. Grabher

Die Ausstellung ist im Künstlerhaus in Bregenz (Gallusstraße 10) bis 4. Mai geöffnet, Di bis Sa, 14 bis
18 Uhr, So und Feiertag, 11 bis 17 Uhr.