Orchester verschafft sich neues Profil

Kultur / 04.04.2014 • 21:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Symphoniker konzentrieren sich auf Wiener Klassik und Zeitgenössisches.

Wien, Bregenz. Mit der Besinnung auf die Wiener Klassik und verstärkter Aufmerksamkeit für zeitgenössische Musik starten die Wiener Symphoniker 2014/15 in ihre erste Saison unter Chef­dirigent Philippe Jordan. Der 39-jährige Zürcher will das Orchester nicht nur „neu positionieren“, sondern auch rundherum eine „neue künstlerische Familie schaffen“. Neben langjährigen Partnern wie Georges Pretre, Herbert Blomstedt, Paavo Järvi oder Adam Fischer holt Jordan mit David Afkham, Gianandrea Noseda, Vasily Petrenko oder Jonathan Nott neue Gesichter ans Pult.

Das angekündigte „neue Profil“ für das Orchester vollzieht Jordan mit einer Neuausrichtung der Schwerpunkte. „Es ist wichtig, sich neben den üblichen Qualitäten des Orchesters mehr auf die Wiener Klassik zu besinnen“, so Jordan, der sich als „Herzensanliegen“ die Gesamtaufführung der Symphonien von Franz Schubert vorgenommen hat.

Uraufführungen

Dass die Wiener Symphoniker „in den vergangenen Jahren nicht das Orchester waren, das man primär mit zeitgenössischer Musik in Verbindung gebracht hat“, so Neubert, wolle man ändern. Ein neues Violinkonzert von Wolfgang Rihms erfährt ebenso seine Uraufführung wie Miguel Kertsmans Komposition „New York of 50 Doors“. Die „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von HK Gruber kommen heuer bei den Bregenzer Festspielen und 2015 auch im Theater an der Wien zu Gehör.

Über mehrere Saisonen will man sich mit „zeitgemäßen, innovativen Spielweisen“, auch den Oratorien von Bach widmen.