Theaterprojekt über Morde der NSU-Terroristen

Kultur / 06.04.2014 • 21:00 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

München. Das Residenztheater befasst sich mit den Morden der NSU-Terroristen. Während wenige Kilometer entfernt vor dem Münchner Oberlandesgericht der NSU-Prozess läuft, wird am 10. April im Marstall das dokumentarische Stück „Urteile“ von Christine Umpfenbach uraufgeführt. Im Mittelpunkt stehen die Morde an den Münchner Geschäftsleuten Habil Kiliç und Theodorus Boulgarides, die 2001 und 2005 in ihren Läden erschossen wurden.

Schnell war damals von „organisierter Kriminalität“ die Rede. „Statt trauern zu dürfen, wurden die Angehörigen selbst Ermittlungen und Schikanen ausgesetzt“, schreibt das Residenztheater. Für den Intendanten des Residenztheaters, Martin Kusej, ist das Projekt sehr wichtig. Mit der Finanzkrise zeichneten sich in Europa demokratische Auflösungserscheinungen und faschistoide Tendenzen ab, sagte er. „Da kann das Theater nicht die Augen verschließen.“