Preise für den Maestro und den Intendanten

Kultur / 08.04.2014 • 20:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Szene aus „Der Kaufmann von Venedig“. Die Produktion aus Bregenz kommt nach Warschau und Cardiff. Fotos: VN/Steurer, JU
Szene aus „Der Kaufmann von Venedig“. Die Produktion aus Bregenz kommt nach Warschau und Cardiff. Fotos: VN/Steurer, JU

Bregenzer Festspiele und Kirill Petrenko wurden mit Opera Award ausgezeichnet.

Christa Dietrich

Bregenz, London. (VN-cd) Die Raritätenpflege sowie die Erst- und Uraufführungsserie der Bregenzer Festspiele stoßen international auf enorme Anerkennung. Nachdem „Die Griechische Passion“ von Bohuslaw Martinu, damals inszeniert vom jetzigen Intendanten David Pountney, in England beispielsweise einen Laurence Olivier Award erhielt, folgte für die erste szenische Aufführung der Oper „Die Passagierin“ von Mieczyslaw Weinberg eine Nominierung – und in Warschau auch ein großer Preis. Mit der Inszenierung wurde im Sommer 2010 eine Reihe von Auftragswerken und Uraufführungen gestartet, zu denen auch „Der Kaufmann von Venedig“ von André Tchaikowsky zählt. Nach einer bestens aufgenommen Premiere im Juli letzten Jahres wurde die Produktion nun in London mit einem Opera Award ausgezeichnet.

Weitere Aufführungen

Das Werk des 1935 in Warschau geborenen und 1982 in Oxford verstorbenen Komponisten basiert auf dem Drama von William Shakespeare. Nachdem David Pountney bereits während seiner Tätigkeit an der English National Opera mit dem Komponisten in Berührung kam, entschloss er sich in Bregenz zur Realisierung der Oper, die seinem konsequenten Konzept für die Haus-Produktionen am Bodensee entsprach. Nach der gefeierten Premiere wird die Inszenierung von Keith Warner im kommenden Herbst in Warschau und in der Saison 2016 an der Welsh National Opera in Cardiff gezeigt, deren künstlerischer Leiter Pountney inzwischen ist.

Als bester Dirigent erhielt der aus Omsk stammende, in Vorarlberg aufgewachsene neue Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper, Kirill Petrenko, einen Award. Zur Serie der Erfolge des Maestros zählt die Leitung des „Ring des Nibelungen“ bei den Bayreuther Festspielen. Weiters sind etwa die Salzburger Festspiele (für „Norma“) und die dem Schubertiade-Publikum gut bekannte Sopranistin Diana Damrau neue Preisträgerinnen.

Die Oper entsprach meinem konsequenten Konzept.

David Pountney
Kirill Petrenko ist nun General­musikdirektor in München.
Kirill Petrenko ist nun General­musikdirektor in München.

Die Bregenzer Festspiele beginnen heuer am 23. Juli mit der Uraufführung der Oper „Geschichten aus dem Wiener Wald“ von HK Gruber