Gurlitt hat zwei Testamente hinterlassen

Kultur / 13.05.2014 • 21:58 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

München. Der letzte Wille des umstrittenen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt ist beim Amtsgericht München eingegangen. Das zuständige Nachlassgericht erhielt zwei Testamente, wie Gerichtspräsident Gerhard Zierl bestätigte. Im zweiten würden einige Konkretisierungen vorgenommen. Nach Angaben des Kunstmuseums Bern hat Gurlitt, der Sohn von Adolf Hitlers Kunsthändler Hildebrand Gurlitt, das Haus als Alleinerben für seine millionenschwere Sammlung und seinen übrigen Besitz eingesetzt. Das Museum prüft, ob es das Erbe antreten will. Viele Werke stehen unter Nazi-Raubkunstverdacht.

Sechs Monate hat das Museum nun dafür Zeit. „Wird das Erbe ausgeschlagen, kommen gesetzliche Erben in Betracht“, sagte Zierl. In Gurlitts Fall wären das dann unter Umständen auch entfernte Verwandte. Erst wenn sich kein Erbe mehr finden lasse, könne der Nachlass an den Freistaat Bayern gehen. Cornelius Gurlitt war am 6. Mai in seiner Münchner Wohnung gestorben.