Museumsarchitekten planen Uni-Bibliothek

Kultur / 04.06.2014 • 20:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die neue Hoffassade der Münchner Uni-Bibliothek bietet das abstrahierte Bild eines überdimensionierten Bücherregals.  Grafik: CN  
Die neue Hoffassade der Münchner Uni-Bibliothek bietet das abstrahierte Bild eines überdimensionierten Bücherregals. Grafik: CN  

Cukrowicz und Nachbaur wagen erneut Eingriff in denkmalgeschütztes Gebäude.

MÜnchen. (VN-cd) Auch beim Vorarlberg Museum in Bregenz stellte sich Andreas Cukrowicz und Anton Nachbaur die Aufgabe, einen historischen Gebäudeteil in einen Neubau zu integrieren. Mit ihrem Entwurf haben die beiden Vorarlberger Architekten in Kooperation mit dem Büro Fink-Thurnher nun den Wettbewerb für die Errichtung der Bibliothek an der Universität München gewonnen.

Konkret handelt es sich um die Fachbibliothek Philologicum, die in einem Gebäudekomplex aus dem Jahr 1835 untergebracht ist, der den Stadtteil prägt. Zur Straßenseite hin bleibt die Fassade unverändert, auf der Hofseite wird sichtbar, dass ein großer Teil des Gebäudes zur Errichtung der Bibliothek ausgehöhlt wurde. Die größte Herausforderung bestand, so Andreas Cukrowicz im Gespräch mit den VN, auch darin, das gesamte Raumprogramm in diese Hülle zu bringen. Rund 600 Personen sollten einen entsprechenden Platz finden, die zu berücksichtigende Länge der Bücherregale wird mit rund 1200 Metern angegeben. Bei der neuen Fassade zum Hof waren die Architekten von einem abstrahierten, überdimensionierten Bild solcher Regale inspiriert.

Eröffnung 2018

Mit dem Bau soll im Jahr 2016 begonnen werden, die Eröffnung ist im Jahr 2018 geplant. Überzeugt hatte die Jury vor allem der sensible Umgang mit der denkmalgeschützten Außenwandschale sowie die „Erhaltung der bestandsspezifischen Charakteristik von großzügigen Raumzonen“. Neben der Benutzerfreundlichkeit war es dem Team Cukrowicz und Nachbaur zudem wichtig, dass sämtliche Bereiche für zukünftige Veränderungen im Bibliothekswesen flexibel bleiben.

Die größte Herausforderung bestand darin, das gesamte Raumprogramm in diese Hülle zu bringen.

Andreas Cukrowicz

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.