Seine Geschichte hat berührt und motiviert

Kultur / 05.06.2014 • 22:38 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Schriftsteller Arno Geiger mit seinem Vater August. Foto: Verlag Hanser/Bergmann  
Schriftsteller Arno Geiger mit seinem Vater August.
Foto: Verlag Hanser/Bergmann  

August Geiger, Vater des Schriftstellers Arno Geiger, ist gestorben.

Wolfurt. (VN) Als er das Buch „Der alte König in seinem Exil“ herausbrachte, war der Vorarlberger Arno Geiger schon ein bekannter Schriftsteller. Für den Roman „Es geht uns gut“ erhielt er den Deutschen Buchpreis. Wenige Jahre später erschien mit dem eingangs erwähnten Werk nicht nur ein Buch, für das Arno Geiger mehrfach ausgezeichnet wurde, sondern das auch zu den berührendsten Dokumenten einer Vater-Sohn-Beziehung, eines Lebens bzw. des menschlichen Miteinanders zählt.

Der Autor erzählt nämlich über seinen Vater, über einen Menschen, dem die Erinnerung langsam abhanden kommt, dem die Welt fremd wird, der in einer Welt lebt, die sich den Mitmenschen nur schwer vermittelt. Er beschönigt nicht, wählt aber eine literarische Form, die ein offenes Aussprechen aller Schwierigkeiten, die eine Alzheimer-Erkrankung mit sich bringt, bei höchster Achtung vor dem Leben zulässt.

August Geiger (geb. 1926), der in Wolfurt als Gemeindesekretär tätig war, ist vor wenigen Tagen gestorben. So wie sein Sohn sie festhielt, hat seine Geschichte berührt, viele betroffene Menschen motiviert und grundsätzlich dazu aufgefordert, das Leben und unsere Werte aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Man wird „Der alte König in seinem Exil“ immer wieder lesen.

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