Zwei Teenager mit einem gemeinsamen Schicksal

Kultur / 10.06.2014 • 18:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ist eine Liebesgeschichte mit zwei großartigen Hauptdarstellern.  Foto: Constantin  
„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ist eine Liebesgeschichte mit zwei großartigen Hauptdarstellern. Foto: Constantin  

„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ist eine traurige und dabei schmerzhaft schöne Liebesgeschichte.

Drama. Wie Jugendliche und ihre Eltern mit einer tödlichen Krebsdiagnose umgehen, haben Autoren und Filmemacher in den vergangenen Jahren immer wieder thematisiert: mal rebellisch, mal zynisch, oft pragmatisch und schmerzhaft ehrlich. Auch die beiden Teenager Hazel (Shailene Woodley) und Gus (Ansel Elgort) sehen sich in „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ mit Krebs konfrontiert. Trotz ihres Schicksal sind die beiden 17-Jährigen über weite Strecken dabei herrlich normal und in erster Linie trotz aller Widrigkeiten schwer ineinander verliebt. Vor drei Jahren ist Hazel unheilbar an Schilddrüsenkrebs erkrankt, nur eine medizinische Testreihe hat sie vor dem frühen Tod bewahrt. Doch wenig später breitet er sich in der Lunge aus, sodass sie fortan mit Beatmungsschlauch in der Nase und einem Sauerstofftank im Trolley durch das Leben läuft, und das mit einer Selbstverständlichkeit, dass der Zuschauer diese Apparatur nach der Hälfte des mehr als zweistündigen Films gar nicht mehr wahrnimmt. Widerwillig geht Hazel zu einer kirchlichen Selbsthilfegruppe für krebskranke Jugendliche mit einem erlöserähnlichen Leiter.

Außergewöhnliche Reise

Eines Tages trifft sie Gus, dem wegen seines Knochenkrebses Fuß und Unterschenkel amputiert wurden und der mit kindischem Trotz und jugendlicher Überheblichkeit der Krankheit begegnet. Aber Hazel sträubt sich, ihre Gefühle für Gus zuzulassen. Eine außergewöhnliche Reise beginnt, die die Erwartungen der beiden nicht erfüllt und doch übertrifft.

Nun nimmt sich kein gesunder Mensch heraus, über das Verhalten Todgeweihter zu urteilen, doch mitunter kommen die beiden Hauptdarsteller doch etwas sehr altklug und pathetisch daher, wie sie druckreif über Leben und Tod philosophieren. Zugleich tun sie das aber mit einer solch jugendlichen Frische und Selbstverständlichkeit, dass man das Regisseur Josh Boone kaum übel nimmt. Zwischendurch entwickelt Gus sogar durchaus Hollywood-Teenie-Schwarm-Qualitäten. Vor allem Hazel mit ihrem mädchenhaften Kurzhaarschnitt ist an Natürlichkeit kaum zu übertreffen.

„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ist in Summe eine traurige und dabei schmerzhaft schöne Liebesgeschichte mit zwei einzigartigen Hauptdarstellern.

„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ läuft ab Donnerstag im Kino.

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