Abschied vom Maestro Frühbeck de Burgos

Kultur / 11.06.2014 • 22:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der Dirigent hat die Musikwelt geprägt und leitete auch die Wiener Symphoniker.

Pamplona, wien. Er galt als Dirigent alter Schule, übertraf aber viele jüngere Kollegen an Vitalität. Rafael Frühbeck de Burgos, von 1991 bis 1996 Chefdirigent der Wiener Symphoniker, lehnte Starrummel ab und wollte immer nur ein „guter Profi und Kapellmeister sein“. Erst vor wenigen Tagen gab der schwer erkrankte Dirigent, der auch mehrmals in Bregenz gastierte, seinen Rückzug aus der Musikwelt bekannt. Gestern ist der Spanier mit deutschen Wurzeln im Alter von 80 Jahren in Pamplona an den Folgen seines Krebsleidens gestorben. Der Dresdner Fotograf Frank Höhler hat Frühbeck bei vielen Reisen begleitet und auch jenseits der Bühne beobachten können. „Er ist in der Musik aufgegangen“, sagt Höhler.

Frühbeck stammte aus Burgos, die Stadt nahm er später in seinen Namen auf. „Als ich 6 oder 7 war, wollte ich Musik machen. Da haben mir meine Eltern eine Geige gekauft“, beschrieb er die Anfänge seiner Karriere. Die „Meistersinger“-Ouvertüre bei einem Konzert in Burgos wurde für den Knaben zum Evidenzerlebnis.

„Die Wiener Symphoniker verlieren in ihm einen ihrer herausragenden Dirigenten, der auch nach seiner Zeit als Chefdirigent immer wieder für musikalische Höhepunkte am Pult dieses Orchesters sorgte“, betonte Geschäftsführer Johannes Neubert, der an Gastspiele in fast allen wichtigen Musikzentren er­innerte.

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