Die Burg ist nun gesichert

Kultur / 17.06.2014 • 21:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

21 Interessenten bewerben sich um die Intendanz der österreichischen Vorzeige-Bühne.

Wien. Das Budget des Burgtheaters für 2014/15 ist gestern vom Aufsichtsrat genehmigt worden. „Damit ist die Zukunft des Burgtheaters endlich gesichert“, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Christian Strasser. Dank Einsparungen in der Höhe von 4,2 Millionen Euro konnte ein ausgeglichenes Budget vorgelegt werden. Für die Bilanz 2012/13 hatte das Haus einen Gesamtverlust von 19,6 Millionen Euro ausgewiesen. Karin Bergmann, interimistische Burgtheater-Direktorin: „Wir haben uns ehrgeizige wirtschaftliche Ziele für die kommende Spielzeit gesetzt. Wir haben aber insbesondere auch darauf Bedacht genommen, dass die Sparmaßnahmen nach außen nicht spürbar sind. Wir dürfen einer Spielzeit mit 13 Premieren entgegensehen, die dem hohen künstlerischen Anspruch dieses Hauses entsprechen.“

Fünf aus Österreich

21 Kandidaten hätten sich gemeldet oder seien angesprochen worden, berichtet das Kulturministerium. Darunter seien 15 Männer und sechs Frauen. Fünf Bewerbungen kamen aus Österreich, 16 aus dem Ausland. Der Posten ist zum 1. September 2016 ausgeschrieben. Eine Entscheidung der sechsköpfigen Findungskommission, der auch Hermann Beil vom Berliner Ensemble und Intendantin Elisabeth Sobotka angehören, soll bis Jahresende erfolgen. Bis dahin leitet Interims-Direktorin Karin Bergmann das Haus. Die Ausschreibung ist Folge der Entlassung von Intendant Matthias Hartmann im März. Ihm wird eine Mitschuld an der schlechten finanziellen Lage der Bühne gegeben.