Christa Dietrich

Kommentar

Christa Dietrich

Vor dem Finale

Kultur / 17.06.2014 • 21:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Eine Intendanz zu resümieren, ist angebracht, wenn alle Premieren erfolgt sind. Bei den Bregenzer Festspielen ist unter David Pountney noch einiges ausständig – nicht zuletzt Uraufführungen. Das Buch über die Jahre 2004 bis 2014 wurde dennoch vor der Eröffnung der diesjährigen Saison vorgelegt. Eine gute Entscheidung, zum Finale verläuft sich das Publikum so rasch.

 

„Die Geschichten aus dem Wiener Wald“ von HK Gruber werden das Bild seiner Zeit in Bregenz erst runden. Dass am See nicht die „Zauberflöte“ am Ende stehen hätte sollen, sondern „Show Boat“, das wissen wir. Im Buch finden wir das Bühnenmodell für das Musical und nehmen wahr, wie rasch man stattdessen ein funktionierendes Konzept für Mozart fand. Dass das breite Publikum auf weniger bekannte Titel nicht im entsprechenden Ausmaß reagiert, wurmt Pountney. Einige Mechanismen lassen sich kaum ändern, Programmierungen schon. Aber da hat er ohnehin so gut wie alle Möglichkeiten ausgereizt. Und blickt dennoch auf eine Saison mit einem Vorverkaufsrekord.

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