Theatersanierung ohne Köpferollen

Kultur / 18.06.2014 • 21:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Kulturminister stellt sich wegen des „Prozessrisikos“ hinter Bundestheater-Holding-Chef.

Wien. Eine Entlassung von Holding-Chef Georg Springer würde laut Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) „derzeit ein erhebliches Prozessrisiko mit sich bringen“. „Es ist meine Aufgabe, wirtschaftlichen Schaden vom Steuerzahler abzuwenden. Deswegen ziehe ich es vor, mit dem Kopf, auf Basis von Fakten und rechtlicher Sicherheit, zu entscheiden, anstatt wild Köpfe rollen zu lassen“, so der Minister.

Nach dem Bekanntwerden von Teilen eines im März in Auftrag gegebenen Gutachtens zur Klärung der Verantwortlichkeiten in der Causa Burgtheater hält Ostermayer in einer Aussendung fest, dass es „neben der raschen und vernünftigen Lösung der Krise auch seine Aufgabe ist, die Republik vor wirtschaftlichem Schaden zu bewahren“. Springers Mitverantwortung reiche nicht aus, um eine Entlassung im arbeitsrechtlichen Sinne rechtfertigen zu können.

Mit dem Rechnungshof (RH) sei „das höchste Kontrollinstrument der Republik eingeschaltet“. Mit dem Vorliegen des Endberichts wird Ende Juli gerechnet. Beate Meinl-Reisinger, NEOS-Kultursprecherin und Vorsitzende des Kulturausschusses, kritisiert unterdessen „Ostermayers Mauer des Schweigens“, die sie seit einem halben Jahr „in Anfragen und im Kulturausschuss mittels aller parlamentarischen Instrumente vergeblich zu durchbrechen“ versucht habe.