Christa Dietrich

Kommentar

Christa Dietrich

,,Die Vögel“ als Neustart

Kultur / 06.07.2014 • 19:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ein Federkleid haben sie nicht und das brauchen sie nicht, beflügelt können die Spieler auf der Burgruine Jagdberg nun dennoch auf das erste Wochenende zurückblicken. Einen verständlichen Text singen sie nicht und den brauchen sie auch nicht, verstanden hat man sie trotzdem, begeistert haben sie – wie berichtet – auch. Das Stück „Die Vögel“ von Gerold Amann (nach Aristophanes) wird als einzigartige Produktion in die Vorarlberger Theatergeschichte eingehen. Das Besondere hat an diesem Ort über Schlins einen Nistplatz erobert.

Das Publikum wird dem Angebot wohl bis zum Finale am 13. Juli folgen. Zu wünschen übrig bleibt nichts. Oder doch?

 

Aufmerksam wie das Publikum bislang war, hat es sicher erkannt, dass eine kleine witzige Zwischenszene zwar auch von Politik und Gesellschaft handelt, aber nicht zum Stück gehört. Die Premiere von Amanns „Goggolori“, aus dem die Szene stammt, liegt allerdings schon so weit zurück, dass sich nur noch einige daran erinnern. Als kleiner Wink lässt sich der Einschub verstehen, eine Idee könnte daraus erwachsen. Die Burg jährlich zu bespielen, wäre auch im Hinblick auf die Einhaltung des erreichten Qualitätsstandards ein zu großer Aufwand. Jahrzehnte sollte die Pause allerdings nicht mehr dauern. Diesbezüglich sollten „Die Vögel“ einen Neustart markieren.

christa.dietrich@vorarlbergernachrichten.at, 05572/501-225