Zuerst die Wahl, dann das KUB

Kultur / 07.07.2014 • 22:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Bereits im Kunsthaus gelandet: Autoskulptur des Amerikaners Richard Prince.  Foto: Rudolf Sagmeister
Bereits im Kunsthaus gelandet: Autoskulptur des Amerikaners Richard Prince. Foto: Rudolf Sagmeister

Findungskommission für die Dziewior-Nachfolge im Kunsthaus Bregenz wird erst im Herbst tätig.

Bregenz. (VN-cd) Bei den Ausstellungen geht es Schlag auf Schlag. Bis Sonntagabend waren die Arbeiten der deutschen Künstlerin Maria Eichhorn (51) zu sehen, gestern Vormittag wurden bereits die ersten Skulpturen des Amerikaners Richard Prince (65) ins Kunsthaus Bregenz gekarrt. Und was für welche. Ein Künstler, der sich vorwiegend dem American Way of Life widmet, der sich mit den Motiven in der Werbung, den Medien und dem Lebensgefühl beschäftigt, kommt an den Muscle-Cars und Pin-ups nicht vorbei. In einigen Arbeiten greift Prince beide Themen auf, Sexismus ist ab 19. Juli somit keine Randerscheinung.

Nach dem 21. September

Die Geschwindigkeit, die man derzeit in den Ausstellungsräumen vorgibt, steht sozusagen im Kontrast zu jener auf der politischen Entscheidungsebene. Direktor Yilmaz Dziewior wird, wie bekanntgegeben, im Februar nächsten Jahres ins Museum Ludwig nach Köln wechseln. Die Stelle ist ausgeschrieben. Bis zum Herbst wird sich allerdings nichts tun. Der Grund liegt auf der Hand: Am 21. September ist Landtagswahl. Das erste Treffen der Findungskommission wird danach stattfinden. Bis zu diesem Zeitpunkt könnte man sich, so Kulturlandesrat Harald Sonderegger, noch bewerben. Die Liste mit den Kandidaten wird von der Findungskommission entsprechend ergänzt. Bislang ist aber nicht einmal diese endgültig fixiert. Gründungsdirektor Edelbert Köb könnte an der Entscheidung mitzureden haben. Unter Insidern kursieren vor allem weibliche Namen für die Dziewior-Nachfolge.

Die Ausstellung mit Arbeiten von Richard Prince ist vom 19. Juli bis 5. Oktober im KUB zu sehen.