Von der Sinnlosigkeit des Blutvergießens

Kultur / 15.08.2014 • 19:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
   
   

Roman. Anlässlich des Gedenkjahres 2014 ist eine wahre Flut an Büchern über den Ersten Weltkrieg erschienen. Das bereits 1929 verfasste Werk von Remarque gilt jedoch nach wie vor als ein Klassiker der literarischen Auseinandersetzung mit den Gräueln. Der Autor, der selbst an der Westfront schwer verwundet wurde, schildert die Erlebnisse des jungen Paul Bäumer, einer der unzähligen jungen Männer, die sich freiwillig für den Krieg meldeten. Desillusioniert von den schrecklichen Ereignissen an der Front, die nichts mit den flammenden Reden seines ehemaligen Lehrers zu tun haben, wird sich Bäumer des Unterschieds zwischen dem Versprochenen und der Realität bewusst.Schnell bemerkt er, wie sehr ihn das Leben im Schützengraben verändert. Remarque illustriert die Sinnlosigkeit des Blutvergießens auch am Schluss deutlich. Die Hauptfigur stirbt kurz vor Kriegsende an einem Tag, an dem von der Front gemeldet wird: „Im Westen nichts Neues.“

Erich Maria Remarque. „Im Westen nichts Neues“, Kiwi Taschenbuch, 224 Seiten. Empfohlen von Edgar Leissing, Künstler, Bregenz

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