Ex-Direktor und Burg im Schlagabtausch

Kultur / 22.08.2014 • 22:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Matthias Hartmanns Anwälte sehen bewiesen, dass der Ex-Burgtheater-Direktor schuldfrei ist.

Wien. Die Wochenzeitung „Die Zeit“ und „Der Standard“ zitieren aus Tonbandmitschnitten der Burgthe­ater-Aufsichtsratssitzung aus dem Juni 2008, als für das Jahresbudget 2008/09 trotz Rücklagenauflösung ein Minus von 4,41 Mill. Euro avisiert wurde. Das negative Budget sollte laut Diskussion mit „bedingtem Beschluss“ abgenickt werden – also mit dem „Vorbehalt, dass die Bedeckung gesichert sein wird“. Bis zur nächsten Sitzung müsse es „ein ausgeglichenes Budget geben, wer auch immer es finanziert“, wird der damalige Holding-Chef Georg Springer zitiert. Am 31. Oktober legte die damals neu ernannte kaufmännische Geschäftsführerin der Burg, Silvia Stantejsky, dann ein ausgeglichenes Planbudget vor, was durch einen höher angesetzten Wert für Produktionen und Eigenleistungen, eine auf bis zu fünf Jahre verlängerte Abschreibungsdauer und die Auflösung von Kapitalrücklagen in Höhe von 2,5 Mill. Euro erreicht worden sein soll.

Hartmann wurde belogen

„Damit ist eindeutig belegt, dass Matthias Hartmann belogen wurde, als ihm vertraglich von der Holding die Übergabe eines schuldenfreien Burgtheaters zugesichert wurde“, so die Anwälte Georg Schima und Katharina Körber-Risak. Hartmann sei mithin nicht für das aktuelle Defizit verantwortlich. Die beiden Anwälte forderten via Aussendung die Holding und Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) auf, „der Öffentlichkeit reinen Wein einzuschenken und sich bei Hartmann zu entschuldigen“. Er habe in seiner Intendanz die Einnahmen gesteigert.

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