Gesamtklang: Ein letztes Mal “Tristan” für Soltani

Kultur / 22.08.2014 • 22:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Kian Soltani mit Barenboim auf Tournee. Foto: Vaca  
Kian Soltani mit Barenboim auf Tournee. Foto: Vaca  

Vorarlberger Cellist spielte unter Daniel Barenboim bei Salzburger Festspielen.

Salzburg. (VN) Die am Donnerstag stattgefundene Aufführung von Wagners „Tristan und Isolde“ bei den Salzburger Festspielen wurde vom Publikum begeistert aufgenommen. Daniel Barenboim, der Dirigent des West-Eastern Divan Orchestra, traf dabei gekonnt eine Auswahl aus dem eigentlich vier Stunden dauernden Werk. Nach dem Präludium springt die Handlung direkt in den zweiten Akt, um mit „Isoldes Liebestod“ abzuschließen. Dem jungen Vorarlberger Cellisten Kian Soltani, der unter Barenboim jüngst als Solist auftrat, kam dabei eine wichtige Rolle zu. Gerade zu Beginn der Oper hat seine Instrumentengattung entscheidende Momente und Passagen zu bewältigen. Trotzdem müsse man immer wieder die Gesamtheit des Orchesters in den Vordergrund stellen. „Wagners Opern sind immer sehr dicht, jedes Instrument hat sehr viel zu tun und deshalb ist es umso wichtiger, dass man sich auch immer wieder zurücknimmt, um die Sänger nicht zu übertönen.“ Barenboim hat das Orchester und die einzelnen Musiker geschickt auf diese Herausforderung vorbereitet.

Auf Dialog basierend
begeistert zeigt sich Soltani auch über die Gegebenheiten. Vom Publikum wurde das West-Eastern Divan Orchestra warm empfangen. Hinter dem von Barenboim gegründeten Ensemble steckt ein Gedanke, der gerade zum momentanen Zeitpunkt wieder aktueller ist denn je. Der friedlichen, auf Dialog basierenden Verständigung zwischen Israel und den Palästinensern.
Die letzte Aufführung von „Tristan und Isolde“ des West-Eastern Divan Orchestra – zuvor wurde in Buenos Aires und Luzern gespielt – ist laut Soltani besonders gut gelungen. „Die Aufführung war einfach fantastisch.“ Am Sonntag geht es nach Berlin.

Am Sonntag tritt Daniel Barenboims West-Eastern
Divan Orchestra in der Berliner Waldbühne auf.

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