Christa Dietrich

Kommentar

Christa Dietrich

Fördern statt gefährden

Kultur / 24.08.2014 • 21:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Sich nach einer Saison mit künstlerischen und wirtschaftlichen Erfolgen zu verabschieden, ist das Beste, das einem passieren kann. Das sagt sich so schön. Allerdings, einfach passiert ist David Pountney nichts. In einer Region, in der es keinen ständigen Musiktheaterbetrieb gibt, das Publikum für neue Werke zu interessieren, ist Arbeit – oder ein Kulturauftrag. Und dass die „Zauberflöte“ in der unkonventionellen Aufmachung, die der Festspiel-Intendant realisierte, im zweiten Jahr derart zieht, lag nicht selbstverständlich auf der Hand.

Die Einnahmen, die das Bregenzer Unternehmen mit der Oper erzielt hat, braucht es dringend. Das Geld wird in nächste Produktionen investiert damit der künstlerische Charakter der Festspiele erhalten bleibt.

 

Sich mit entsprechenden Zahlen zu beschäftigen, ist trotzdem ratsam. Schließlich hat die Festspielleitung dem Bund erneut zu verdeutlichen, dass die 2,3 Millionen Euro an Subventionen nach bald 20 Jahren endlich zu valorisieren sind. Der Produktionswert, den die Festspiele der Region bescheren, liegt bei 175 Millionen Euro. Sie sind futsch, wenn man im Ministerium weiter gefährdend statt fördernd wirkt.

christa.dietrich@vorarlbergernachrichten.at, 05572/501-225

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