Ein glanzvoller Auftakt in Venedig

Kultur / 27.08.2014 • 19:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Eine schwarzhumorige Komödie eröffnete gestern das 71. Film­festival Venedig.

Venedig. Nach bewegenden Dramen wie „Babel“ und „Biutiful“ sorgt Regisseur Alejandro González Iñárritu für Leichtigkeit: Der Mexikaner präsentierte gestern seine erste Komödie „Birdman“, die die 71. Ausgabe des Filmfestivals von Venedig eröffnete. Dazu brachte er eine ganze Reihe von Stars in die Lagune, darunter Michael Keaton, Zach Galifianakis, Emma Stone und Naomi Watts. Der Film über das chaotische Familien- und Berufsleben eines abgehalfterten Schauspielers (Keaton) ist ein starkes Gegenstück zu Iñárritus vergangenen, düsteren Werken.

Die Komödie stellt im diesjährigen Wettbewerb eine Ausnahme dar, konkurrieren um den Goldenen Löwen doch vor allem Geschichten von Kriegen und der Wirtschaftskrise. Zu den Favoriten zählt etwa das neue Werk des deutsch-türkischen Regisseurs Fatih Akin: „The Cut“ spielt im Jahr 1915 und thematisiert das Schicksal Hunderttausender Armenier im Osmanischen Reich. Krieg steht auch im Mittelpunkt des Films „Good Kill“ des Neuseeländers Andrew Niccol, in dem Ethan Hawke einen Drohnen-Operator in Afghanistan verkörpert.

Österreich mischt nicht mit

Österreichische Produktionen rittern nicht um den Hauptpreis, dafür ist Ulrich Seidls Dokumentarfilm „Im Keller“ außer Konkurrenz zu sehen und „Ich seh/Ich seh“ von Veronika Franz und Severin Fiala in der Orizzonti-Schiene programmiert.

Die Wettbewerbs-Preise werden von einer internationalen Jury unter Vorsitz des französischen Komponisten Alexandre Desplat am 6. September verliehen. „Ich möchte neue Filme, neue Themen, neue Gesichter entdecken“, sagte Desplat bei der Eröffnung. Mitglieder der Jury sind auch die österreichische Regisseurin Jessica Hausner, Hollywoodstar Tim Roth und der deutsche Regisseur Philip Gröning.

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