Zinggl muss Vorwürfe öffentlich widerrufen

Kultur / 28.08.2014 • 21:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Causa Matt: Zinggl muss Anschuldigungen gegen Ex-Kunsthallen-Chef widerrufen.

Wien. Das Wiener Handelsgericht hat dem Ex-Chef der Wiener Kunsthalle, Gerald Matt, im Prozess gegen Grünen-Kultursprecher Wolfgang Zinggl recht gegeben. Wolfgang Zinggl hatte Gerald Matt unter anderem in der „ZiB 2“ die illegale Vermittlung von Staatsbürgerschaften und Veruntreuung vorgeworfen und muss diese Vorwürfe nun öffentlich widerrufen.

Bereits in der gegen Gerald Matt aufgrund von Anzeigen Zinggls geführten Voruntersuchung hatten sich dessen Behauptungen als falsch erwiesen, und so wurden die Ermittlungen bereits Ende 2012 eingestellt – die VN berichteten. Nun wurde auch im letzten Verfahren das Ergebnis der von Wolfgang Zinggl gegen Gerald Matt aussichtslos geführten Kampagne bestätigt. Das Urteil, das nun bekannt wurde, ist nicht rechtskräftig.

„Voller Erfolg für Matt“

Für Zinggl ist die nunmehrige Medienöffentlichkeit schlicht „Theaterdonner“, die Gegenseite sieht dagegen einen „vollen Erfolg für Herrn Matt“. Ob die Ablöse von Matt der Kunsthalle gut getan hat, wird in aktuellen Medienberichten indes bezweifelt. Die Jahresauslastung sei etwa von 195.000 unter Matt auf nunmehr 40.000 Besucher gesunken, kritisiert beispielsweise „News“. Die Kunsthalle dementiert unterdessen. Die Zahlen seien nicht vergleichbar.

Die Causa Kunsthalle hatte zuletzt am 7. Juni für Nachwehen gesorgt. Da wurden die parallel laufenden Ermittlungen gegen Zinggl wegen Verdachts des widerrechtlichen Zugriffs auf ein Computersystem und der Datenverwendung eingestellt.

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