Gurlitt hatte noch einen Monet in seinem Koffer

Kultur / 05.09.2014 • 18:30 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

München. Im Nachlass des umstrittenen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt ist nach Angaben der Berliner Taskforce ein weiteres wertvolles Bild gefunden worden. In einem Koffer, den der im Mai gestorbene Gurlitt im Krankenhaus dabei hatte, befand sich ein Landschaftsbild von Claude Monet. Es sei dem Nachlasspfleger am Montag übergeben worden und befinde sich nun mit den anderen Werken aus Gulitts Sammlung in einem Depot. Die Taskforce „Schwabinger Kunstfund“ werde das Bild daraufhin prüfen, ob es sich um Nazi-Raubkunst handelt. Nach erster Sichtung des Monet-Werkverzeichnisses könnte das Werk um 1864 entstanden sein. Es weist nach Angaben der Experten vom Motiv her große Ähnlichkeit mit dem Bildnis „Vue de Sainte-Adresse“ auf. Der verstorbene Kunstsammler hat seine ebenso prestigeträchtige wie umstrittene Sammlung dem Berner Kunstmuseum vermacht.