Jüdisches Viertel ist nun ein „DENKort“

Kultur / 09.11.2014 • 20:38 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Historiker Wolfgang Marcus und Bgm. Richard Amann.  Foto: MH
Historiker Wolfgang Marcus und Bgm. Richard Amann. Foto: MH

Hohenems. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte sollte in Hohenems, wie berichtet, laut einer Initiative des deutschen Historikers Wolfgang Marcus durch einen weiteren sichtbaren Hinweis im öffentlichen Raum dokumentiert sein. Gestern wurde am Salomon-Sulzer-Saal ein Schild enthüllt, welches das Jüdische Viertel neben vielen deutschen Städten als „DENKort“ ausweist. Der Vorarlberger Historiker Meinrad Pichler referierte zu diesem Anlass über Mechanismen, die schon vor dem NS-Regime zur Akzeptanz von Ungerechtigkeit und Antisemitismus in der Bevölkerung führten. Der Tag des Festaktes, an dem auch Bürgermeister Richard Amann und Hanno Loewy, Direktor des Jüdisches Museums, auftraten, wurde bewusst gewählt und verweist auf den Jahrestag der Pogromnacht vom 9. auf 10. November 1938.