Amos Oz bekommt Siegfried-Lenz-Preis

Kultur / 14.11.2014 • 20:05 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Hamburg. Der israelische Schriftsteller Amos Oz („Eine Geschichte von Liebe und Finsternis“) wurde am Freitag in Hamburg mit dem erstmals vergebenen Siegfried-Lenz-Preis geehrt. Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert und damit einer der höchstdotierten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum. Die Siegfried Lenz Stiftung will den Preis alle zwei Jahre an internationale Autoren verleihen, „die mit ihrem Werk Anerkennung erlangt haben und deren schöpferisches Wirken dem Geist von Siegfried Lenz nah ist“. In seinen sprachmächtigen Romanen gelinge Oz „die Verschmelzung von Zeitgeschichte und individuellem Schicksal, er verbindet die politische Analyse mit  psychologischer Durchdringung seiner Figuren“, hieß es in der Begründung. Indem er vom Schicksal Israels erzähle, erzähle er zugleich vom Schicksal des Menschen in der modernen Welt.