Mit rebellierender Frau erfolgreich

Kultur / 17.11.2014 • 21:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Preisträger Hartwig Mauritz (2. Preis), Marlen Schachinger, Karin Peschka (1. Preis) und Jürgen-Thomas Ernst (3. Preis). Foto: Floriana/Kerschi
Preisträger Hartwig Mauritz (2. Preis), Marlen Schachinger, Karin Peschka (1. Preis) und Jürgen-Thomas Ernst (3. Preis). Foto: Floriana/Kerschi

Vorarlberger Autor Jürgen Thomas Ernst erhielt bei der „Biennale für Literatur“ einen dritten Preis.

St. Florien. (VN-cd) Seinem neuen Roman wird er den Titel „Vor hundert Jahren und einem Sommer“ geben, die letzten Textkorrekturen am etwa 400 Seiten umfassenden Werk erledigt Jürgen Thomas Ernst (48) mit besonderer Motivation. Seinen Auftritt bei der sogenannten „Floriana“, der am Sonntagabend im Stift St. Florian beendeten  „Biennale für Literatur“, absolvierte der Vorarlberger Autor nämlich mit einem schönen Ergebnis, er wurde mit dem dritten Preis ausgezeichnet. Die Jury, unter anderem besetzt mit Anton Thuswaldner, Mercedes Echerer und Otto Brusatti, hob die Schilderung der Zeit- und Machtverhältnisse in der Geschichte einer Frau hervor, die – Ende des 19. Jahrhunderts in einem kleinen Ort in Vorarlberg aufgewachsen – gegen die Verhältnisse ankämpft. Ihre Rebellion richtet sich dabei vor allem gegen das Patriarchat.

Im Herbst nächsten Jahres wird der Roman, so Jürgen Thomas Ernst, im Verlag Braumüller erscheinen. Gelesen hatte Ernst jene Passage, in der sich seine Hauptfigur mit drastischen Mitteln gegen einen Mann zur Wehr setzt.

Die „Floriana“ war in diesem Jahr dem Motto „Macht“ gewidmet. Der erste Preis ging an Karin Peschka (geb. 1967) aus Eferding. In ihrem Text, der in den 1950er-Jahren in Wien spielt, befasst sie sich mit Figuren am Rand der Gesellschaft.

Eingereicht wurden rund 230 Werke. Die neun ausgewählten Finalisten lasen ihre Beiträge bei regem Interesse des Publikums im Festsaal des Stiftes St. Florian in Oberösterreich.