Vorarlberger Heimatwerk will sich zeitgemäß erneuern

Kultur / 17.11.2014 • 21:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Hubert Ortner ist neuer Obmann des Heimatwerks.  Foto: VN  
Hubert Ortner ist neuer Obmann des Heimatwerks. Foto: VN  

Neuer Vereinsvorstand schmiedet Pläne für Weiterbildung und nachhaltige Zukunft.

Bregenz. Das Vorarlberger Heimatwerk mit dem Standort in Bregenz plant im Rahmen eines zeitgemäßen Betriebskonzepts einen Neuanfang. Bei einer ordentlichen Generalversammlung, bei der nach dem plötzlichen Tod des Vorsitzenden Paul Rachbauer die Nachfolgefrage zu lösen war, wurden ein neuer Vorstand und erste Maßnahmen in die Wege geleitet.

Hubert Ortner, bisher Stellvertreter des Vereins Heimatwerk, wurde zum neuen Obmann gewählt. Ihm zur Seite steht ein neues Führungsteam: Stellvertreterin Ulrike Bitschnau, die geschäftsführende Obfrau
des Landestrachtenverbandes, Schriftführer Gebhard Bechter als Vertreter der Landwirtschaftskammer und Sabine Gierner von der Trachtenjugend als Kassier.

Blasmusik im Boot

Das Vorarlberger Heimatwerk will sich intern breiter aufstellen, um künftig in der Öffentlichkeit bzw. in den Regionen des Landes verstärkt wahrgenommen zu werden. Geschäftsführerin Marianne Selb, die positiv bilanzieren konnte, soll größtmögliche Unterstützung bekommen. Ein erster Schritt ist dem neuen Vorstandsteam bereits gelungen: Neben dem Landestrachtenverband – der bisher größter Partner des Heimatwerks neben dem Gemeindeverband – konnten nun auch der Blasmusikverband und Tourismus Vorarlberg „ins Boot“ geholt werden. Ihre Chefs sitzen ab sofort höchstpersönlich als Beirat im neu gewählten Vorstandsgremium: Wolfram Baldauf und Mag. Christian Schützinger. Und was besonders erfreulich für den neuen Obmann und sein Team ist: Die Innung der Schneiderinnen wird künftig im Vorstand durch Petra Blank vertreten sein. Diese Partnerschaft kann dem Kerngeschäft bzw. dem Angebot im Heimatwerk besonders nützlich sein. Obmann Hubert Ortner will den Neuanfang Schritt für Schritt in eigenen Projektgruppen planen und einleiten: „Zunächst gilt es, den Istzustand zu erheben, die Mitgliederwerbung anzukurbeln und gleichzeitig erste Maßnahmen für ein optimales Geschäftskonzept des Vorarlberger Heimatwerks zu setzen, das sich klar vom Massenangebot abhebt.“ Dazu gehöre neben dem Angebot von wertvollem Kunsthandwerk u. a. eine attraktive Präsentation der Vorarlberger Trachten. Deren Vielfalt müsse sich in den stets beschaulich gestalteten Schaufenstern widerspiegeln. Die Menschen sollen „verführt“ werden, sich im Geschäft des Heimatwerks genauer umzusehen und sich über die diversen Möglichkeiten zur Anschaffung eines Dirndls oder einer historischen Tracht beraten zu lassen.

Mit diversen Events und Ausstellungen im Vorarlberger Heimatwerk sieht der neue Vorstand eine weitere Möglichkeit, öffentlichkeitswirksam aufzutreten.

Wir wollen auch eine Auskunftsstelle zum Thema Tracht sein.

Hubert Ortner